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Kollagentypen

Verfasst von Sebastian Unterhuber

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Veröffentlicht am 27 August 2020

Ist Ihnen bewusst, dass es verschiedene Kollagentypen gibt?

Kollagen ist neben Wasser die am reichlichsten vorhandene Substanz in unserem Körper und ein elementarer Baustein von Haut, Sehnen und Knochen. Die unterschiedlichen Kollagentypen enthalten dabei verschiedene Aminosäuren, die im Körper getrennte Aufgaben erfüllen.

Wir stellen Ihnen die wichtigsten Kollagentypen einmal vor.

Überblick aller Kollagentypen 1 bis 5

 

Kollagentypen 1 & 3 für Haare, Haut, Nägel und Knochen

Über 90 Prozent des Kollagens im Körper besteht aus Kollagen vom Typ 1 & 3.

Diese beiden Kollagentypen können:

  • Feine Linien und Fältchen minimieren und die Hautelastizität verbessern
  • Die Knochenmatrix unterstützen (36% des Knochens bestehen aus Typ 1 und 3)
  • Feines Haar verdicken, Haarausfall verlangsamen
  • Die Durchblutung verbessern
  • Die Produktion von Glycin fördern, das schlanke Muskeln aufbaut

Beste Quellen für Kollagen Typ 1&3:

  • Marine- /Fischkollagen
  • Rinderkollagen
  • Knochenbrühe
  • Eiweiß & proteinreiche Lebensmittel wie Fisch und Rindfleisch

Über 90 Prozent des Kollagens im Körper besteht aus Kollagen vom Typ 1 & 3. Zu den wichtigsten Aminosäuren dieser Typen gehören:

  • Glycin - die häufigste Aminosäure in Kollagen benötigt mehr Serin, als unser Körper auf natürliche Weise produzieren kann. Studien weisen auf die Notwendigkeit einer Glycinergänzung hin, um ideale Stoffwechselprozesse zu erreichen (1)
  • Prolin - eine nicht-essentielle Aminosäure, die aus Glycin synthetisiert wird und für die Funktion der Gelenke und Sehnen wichtig ist (2)
  • Hydroxyprolin - Aminosäure, die eine wesentliche Rolle für die Stabilität von Kollagen spielt (3)

 

Kollagen Typ 2 für Gelenke und Knorpel

Kollagen Typ 2 macht 50-60% des Proteins im Knorpel und 85-90% des Kollagens im Gelenkknorpel aus. Es kann:

  • Knieknickschäden reduzieren
  • Rücken, Kiefer und Gelenke unterstützen
  • Und liefert Glucosamin, Chondroitin und Hyaluronsäure

Beste Quellen für Kollagen Typ 2:

 

Kollagen Typ 4 für Wundheilung

Dieser weniger häufige Kollagentyp hilft bei der Filtration der Nieren und anderer Organe. Typ-IV-Kollagen kommt als Bausteine in verschiedenen Hautschichten vor, die unsere Muskeln, Organe und Fettzellen umgeben. Typ-IV-Kollagen bildet sich in Schichten und nicht in einer straffen Helixstruktur, da ihm die Aminosäure Glycin fehlt. Man geht davon aus, dass dieser Kollagentyp auch für die Wundheilung und die Bildung eines Embryos von Bedeutung ist.

Beste Quellen für Kollagen Typ 4:

  • Eiweiß
  • Proteinreiche Lebensmittel

Kollagen Typ 5 für Haare und Haut

Kollagen Typ 5 kommt in einigen Schichten der Haut, der Haare und vor allem im Gewebe der Plazenta vorkommt. Es kann:

  • Das Haarwachstum fördern
  • Die Sehfähigkeit und Augengesundheit verbessern
  • Und ist wichtig für die Neugeborenen- und Embryonalentwicklung

Beste Quellen für Kollagen Typ 5:

  • Proteinreiche Lebensmittel wie Eiweiß
  • Kollagen (Rind, Huhn, Marine)

 

Kollagen Typ X für Haare und Haut

Kollagen Typ X unterstützt die Gelenke, Knochen und gesunden Knorpel. 

  • Es ist an der Knochenbildung und als zuverlässiger Marker für Knorpel beteiligt.
  • Ein Mangel an diesem Kollagen kann zu knochenbedingten Erkrankungen wie Osteoporose führen.

Beste Quellen für Kollagen Typ 10:

  • Knochenbrühe
  • Kollagen (Rind, Huhn, Marine)

 

Sind alle Kollagentypen wichtig?

Grundsätzlich sind alle Kollagentypen wichtig und sollten über eine ausgewogene und kollagenreiche Ernährung aufgenommen werden. Da 90% des Kollagens im Körper aus den Typen 1 und 3 besteht, ist die ausreichende Versorgung mit diesen beiden Kollagentypen bei weitem am wichtigsten. Da unsere westliche Ernährung generell nur noch wenig Kollagen enthält, ist es sinnvoll Kollagen gezielt wieder in die Ernährung zu integrieren. Dazu eignet sich am besten Knochenbrühe oder ein hochwertiges Kollagenpulver.

 

(1) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20093739

(2) https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/L-proline

(3) http://emedicine.medscape.com/article/2087938-overview