Leaky Gut Syndrom

Leaky Gut Syndrom & Ernährung

Wir klären Sie über das Leaky Gut Syndrom (durchlässiger Darm) auf und zeigen Ihnen, was Sie tun können, wenn Sie unter Leaky Gut leiden. Vor allem die richtige Ernährung spielt bei der Behandlung des Leaky Gut Syndrom die entscheidende Rolle.

Leaky Gut Syndrom bedeutet, dass Ihr Darm bzw. Ihre Darmwand durchlässig ist (Permeabilitätsstörung). Durch einen undichten Darm können Bakterien und Giftstoffe in Ihren Körper gelangen und Entzündungen verursachen. Es schwächt Ihr Immunsystem und macht Sie anfälliger für eine Vielzahl von Krankheiten. Tatsächlich behaupten einige Quellen (1), dass das Leaky Gut Syndrom für bis zu 50% der chronischen Krankheiten verantwortlich ist.

Eine gesunde Darmwand ist so dicht, dass sie nur sehr kleine Moleküle - die Nährstoffe - passieren lässt. Unter bestimmten Bedingungen kann die Darmwand jedoch so geschädigt und rissig werden, dass viel größere Moleküle - in Form von Stoffwechselabfällen und mikrobiellen Toxinen - die Darmwand durchdringen. Diese können in den Blutkreislauf gelangen und dort chronische Entzündungen hervorrufen.

Leaky Gut Syndrom

Leaky Gut Syndrom Ursachen

Viele Faktoren können die Darmbarriere schädigen. Zu den häufigsten Ursachen für das Leaky Gut Syndrom zählen:

  • Gluten-Empfindlichkeit oder -unverträglichkeit
  • Hoher Konsum von entzündungsfördernden Lebensmitteln wie Milch, Joghurt, Käse, Zucker, viele Kohlenhydrate, Soja, Alkohol
  • Einnahme von Antibiotika und nicht-steroidalen Antirheumatika
  • Infektionen wie Darmparasiten, Candida und bakterielle Überbesiedlung des Dünndarms
  • Stress

Leaky Gut Symptome

Folgende Symptome können ein Zeichen dafür sein, dass Sie unter dem Leaky Gut Syndrom leiden. Schätzungsweise leiden ca. 70% der Bevölkerung unter Leaky Gut, die meisten jedoch ohne es zu wissen.

  • Krankheiten
    • Asthma
    • Chronisches Müdigkeitssyndrom
    • Ekzeme
    • Lebensmittel-Allergien
    • Pilze
    • Reizdarmsyndrom
    • Morbus Crohn
    • Migräne
    • Rheumatoide Arthritis
    • Typ-1-Diabetes
    • Hohe Blutzuckerwerte
  • Verdauungsprobleme
    • Blähungen
    • Durchfall
    • Völlegefühl
    • Verstopfung
  • Häufige Müdigkeit und Lustlosigkeit
  • Allergien
  • Hautprobleme
    • Ekzeme
    • Psoriasis
    • Frühzeitige Hautalterung
  • Sodbrennen (Reflux): Unter Sodbrennen (Reflux) versteht man ein brennendes Gefühl in der Brust, das oft mit einem bitteren Geschmack im Hals oder im Mund einhergeht.
  • Ernährungsdefizite
  • Kopfschmerzen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gelenkschmerzen
  • Gewichtszunahme: Chronische Entzündungen als Folge des durchlässigen Darms können zu einer Gewichtszunahme führen.

    Das ist wichtig:

    Wenn Sie sich jetzt in keinem der hier aufgeführten Symptome wiederfinden, heißt das nicht automatisch, dass Ihr Darm gesund ist. Die hier aufgeführten Symptome treten nicht sofort auf, wenn Sie mal einen Burger gegessen haben oder Sie sehr gestresst waren. Das Leaky-Gut ist eher eine Folge eines jahrelangen - fast unbemerkten - schlechten Zustands. 

    Leaky Gut Test

    Die Diagnose des Leaky-Gut Syndroms erfolgt durch eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung, Analyse der Ernährung und Stuhl- oder Bluttests, wie z.B. der Zonulin Test (Test for Leaky Gut).

    Ergibt ein Stuhl- oder ein Bluttest eine erhöhte Zonulin-Konzentration, kann dieser Labormarker ein Indikator für die Darmdurchlässigkeit und damit auch für diverse chronische Erkrankungen sein. Je nachdem wie hoch oder niedrig der Zonulin Wert ist und welche Werte noch gemessen werden, beeinflusst dies die Behandlung und die Dauer der Therapie. Die Dauer der Therapie ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und kann mehrere Monate bis Jahre dauern.

    Leaky Gut behandeln

    Das Leaky Gut Behandeln muss immer über die Ernährung erfolgen, am erfolgreichsten in 3 Schritten:

    1. Durchlässige Darmwand heilen - Dies erfolgt durch antientzündliches Kollagen und Aminosäuren, am besten aus natürlicher Bio Knochenbrühe
    2. Entzündungsfördernde Lebensmittel reduzieren - Hierzu zählen vor allem übermäßig viele Kohlenhydrate, Zucker und Alkohol
    3. Gesunde Darmflora fördern - Fehlende Darmbakterien können in Form von fermentierten Lebensmitteln oder Probiotika angereichert werden, durch Ballaststoffe (Präbiotika) v.a. auf Gemüse werden die guten Darmbakterien gefördert.

    Leaky Gut Syndrome Ernährung

    Die richtige Leaky Gut Ernährung ist der Schlüssel, um das Leaky Gut Syndrom zu heilen. Wichtig ist, dass Sie entzündungsfördernde Lebensmittel meiden und Lebensmittel essen, die gut für Sie und für Ihren Darm sind.

    Leaky Gut Ernährung Liste pdf

    Wir haben für Sie eine Liste mit den wichtigsten Lebensmitteln für die Leaky Gut Ernährung als PDF zusammengestellt. Jetzt ausdrucken und an den Kühlschrank pinnen: >> Leaky Gut Ernährung Liste PDF <<

    • Knochenbrühe
      Die 20 Stunden gekochte, kollagenreiche Knochenbrühe kann sich positiv auf die Darmschleimhaut auswirken, da Kollagen und die in der Brühe enthaltenen Aminosäuren die Löcher in der Darmwand bei Leaky Gut Syndrom versiegeln können. Knochenbrühe sollte in der Leaky Gut Ernährung keinesfalls fehlen.
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    • Kokosprodukte
      Kokos hilft, das Wachstum von Bakterien, Hefe und Pilzen im Darm zu bekämpfen.
        • Kokosöl
        • Kokosfett (Alternative zur Butter beim Braten)
    • Fermentierte Lebensmittel und Probiotika
      Sie liefern gute Bakterien-(stämme) für eine ausgeglichene Darmflora. Besonders geeignet für die Leaky Gut Ernährung
      • Kefir
      • Sauerkraut
      • Kimchi
    • Kräutertee: Beruhigt den Darm
    • Süßholzwurzel-Tee
    • Niedrig glykämische Früchte:
      Sind zuckerarm und fördern damit gute Darmbakterien.
      • Avocado
      • Äpfel
      • Grapefruit
      • Heidelbeeren
      • Himbeeren
      • Rhabarber
    • Gemüse (bis auf Tomaten):
      Enthalten Ballaststoffe (Präbiotika) und sind Nahrung für gute DarmbakterienWenn möglich “gedämpftes” Gemüse.
    • Oliven und Olivenöl:
      Wirken antientzündlich und können dafür sorgen, dass sich der Zustand nicht verschlimmert.

    Probiotika

    Probiotika können bei einem löchrigen Darm helfen, indem sie die normale Funktion der Darmschleimhaut (Auskleidung der Darmwand) aufrechterhalten und diese vor schädlichen Faktoren wie Toxinen, Infektionen und Allergenen schützen.

    L-Glutamin

    Es empfiehlt sich die Einnahme von natürlichem L-Glutamin, z.B. aus Knochenbrühe oder Kollagenpulver aus Weidehaltung. L-Glutamin ist eine bedingt essentielle Aminosäure, die der Körper unter gegebenen Umständen nicht ausreichend selbst herstellen kann. Sie hilft, die Darmschleimhaut zu regenerieren und damit die Löcher und Risse im Darm zu schließen.

    Medikamente

    Chemisch hergestellte Medikamente sind entzündungsfördernd und daher ungeeignet, das Leaky Gut zu heilen. Heilpraktiker der alternativen und integrativen Medizin beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit der Darmheilung durch richtige Ernährung und natürliche Heilmittel.

    Leaky Gut Ernährungstipps - Darauf sollten Sie verzichten

    • Alkohol
    • Kaffee: Sollten Sie nicht auf Ihren Kaffee verzichten können, dann empfiehlt es sich diesen mit einem Löffel darmfreundlichen Kollagenpulver zu neutralisieren
    • Milch und Molkereiprodukte
    • raffinierter Zucker
    • Kohlenhydratreiche Lebensmittel
      (z.B. Getreide, Samen, Körner, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Pasta, Pizza)
    • Eier
    • Pilze
    • Nüsse
    • stark verarbeitete Lebensmittel
    • Omega-6-reiche Samenöle
    • Tomaten

    Leaky Gut Erfahrungen

    “Mein Arzt hatte bei mir mit Hilfe eines Zonulin Tests Leaky Gut vor circa 6 Monaten diagnostiziert. Ich wusste gar nicht was das ist, er hat mich dann aber sehr gut aufgeklärt und natürlich habe ich mich im Internet schlau gemacht.

    Wir sind die Therapie dann mit einer Ernährungsumstellung angegangen, falsche Ernährung ist nämlich die Hauptursache für Leaky Gut. Bei mir waren es zu viele Kohlenhydrate (und damit Zucker) und zu wenige Ballaststoffe (d.h. Gemüse). Zudem hat mein Arzt mir empfohlen tägliche eine kleine Tasse Knochenbrühe zu trinken, da das in der Brühe enthaltene Kollagen die Darmwand und so vor einer weitere Verschlechterung des Leaky Gut schützt.

    Nach fünf Monaten haben wir dann erneut den Zonulin Test gemacht und meine Werte haben sich tatsächlich verbessert, auch haben die guten Darmbakterien in meinem Darm zugenommen. Irgendwie merke ich das auch, ich fühle mich mit der neuen Ernährung (die geringe Umstellung fällt mir auch gar nicht schwer) fitter und energiegeladener und meine Darmprobleme sind euch deutlich besser.” - Andrea, München

    Leaky Gut heilen Erfahrung

    “Ich hatte immer mit Verdauungsproblemen zu tun, meist musste ich mehrmals am Tag auf die Toilette und konnte meinen Stuhlgang oft schlecht kontrollieren, d.h. es kam ganz abrupt. Das war mir insgesamt natürlich unangenehm, aber ich wollte auch was dagegen tun, da es meine Lebensqualität beeinflusst hat.

    Ich habe mich dann einer Heilpraktikerin anvertraut, die mit Darmproblemen arbeitet. Nachdem wir meinen Stuhl und ein paar andere Werte analysiert hatten, war klar, dass ich an Leaky Gut leide, vermutlich wegen zu viel Stress und falscher Ernährung. Wir haben dann einige Lebensmittel mehr und mehr aus meiner Ernährung gestrichen (künstliche, stark verarbeitete Lebensmittel; raffinierten Zucker; Pilze), andere reduziert (Getreideprodukte, Milchprodukte) und wiederum andere gefördert (Gemüse, fermentiertes Gemüse, gesunde Fette und Knochenbrühe).

    Die ersten Wochen war das eine ganz schöne Umstellung für mich, aber ich habe auch schnell gemerkt, dass es mir besser geht und die Probleme mit meinem Darm nach und nach abnehmen. Heute geht es mir sehr gut und erneute Tests haben ergeben, dass mein Darm nicht mehr so durchlässig ist.” - Petra, Hamburg

     Leaky gut arzt
    “Ich empfehle meinen Patienten, die unter Leaky Gut leiden, Knochenbrühe.” - Dr. med. Birgit Gergelify (Ärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie, Rheumatologie, Ernährungsmedizin)

     

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    Quellen:

    • https://www.functionalmedicineuniversity.com/public/829.cfm

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