Was Sie bei Leaky-Gut Symptomen essen können

Was Sie bei Leaky-Gut Symptomen essen können

von Sebastian am

Wir klären Sie über das Leaky Gut auf und zeigen Ihnen, was Sie tun können, wenn Ihr Darm löchrig ist. 

Leaky Gut bedeutet, dass Ihr Darm durchlässig ist (Permeabilitätsstörung). Durch einen undichten Darm können Bakterien und Giftstoffe in Ihren Körper gelangen und zu Entzündungen führen. Es schwächt Ihr Immunsystem und macht Sie anfälliger für eine Vielzahl von Krankheiten. Tatsächlich behaupten einige Quellen (1), dass das Leaky Gut Syndrom für bis zu 50% der chronischen Krankheiten verantwortlich ist.

Eine gesunde Darmwand ist so dicht, dass sie nur sehr kleine Moleküle - die Nährstoffe - passieren lässt. Unter bestimmten Bedingungen kann die Darmwand jedoch so geschädigt und rissig werden, dass viel größere Moleküle - in Form von Stoffwechselabfällen und mikrobiellen Toxinen - die Darmwand durchdringen. Diese können in den Blutkreislauf gelangen und dort chronische Entzündungen hervorrufen.

milch leaky gut

Ursachen eines durchlässigen Darms

Viele Faktoren können die Darmbarriere schädigen. Als Folge bilden sich in der Darmwand Löcher, durch die nicht nur Giftstoffe in den Blutkreislauf gelangen können, sondern auch Substanzen die in ihrer Molekülgröße zu groß und dadurch schädlich sind. Somit können Entzündungen im Körper entstehen, die ihre Ursache in einem durchlässigen Darm haben. Dieser kann wiederum entstehen durch:

  • Gluten-Empfindlichkeit oder -unverträglichkeit
  • Hoher Konsum von entzündungsfördernden Lebensmitteln wie Milch, Joghurt, Käse, Zucker, viele Kohlenhydrate, Soja, Alkohol
  • Einnahme von Antibiotika und nicht-steroidalen Antirheumatika
  • Infektionen wie Darmparasiten, Candida und bakterielle Überbesiedlung des Dünndarms
  • Stress

Symptome beim Leaky Gut

  • Krankheiten
        • Asthma
        • Chronisches Müdigkeitssyndrom
        • Ekzeme
        • Lebensmittel-Allergien
        • Pilze
        • Reizdarmsyndrom
        • Morbus Crohn
        • Migräne
        • Rheumatoide Arthritis
        • Typ-1-Diabetes
      • Hohe Blutzuckerwerte
  • Verdauungsprobleme
        • Blähungen
        • Durchfall
        • Völlegefühl
        • Verstopfung
      • Häufige Müdigkeit und Lustlosigkeit
      • Allergien
  • Hautprobleme
      • Ekzeme
      • Psoriasis
      • Frühzeitige Hautalterung
    • Sodbrennen (Reflux)
      Unter Sodbrennen (Reflux) versteht man ein brennendes Gefühl in der Brust, das oft mit einem bitteren Geschmack im Hals oder im Mund einhergeht.
    • Ernährungsdefizite
    • Kopfschmerzen
    • Konzentrationsschwierigkeiten
    • Gelenkschmerzen
    • Gewichtszunahme
      Chronische Entzündungen als Folge des durchlässigen Darms können zu einer Gewichtszunahme führen.

    Das ist wichtig:

    Wenn Sie sich jetzt in keinem der hier aufgeführten Symptome wiederfinden, heißt das nicht automatisch, dass Ihr Darm gesund ist. 

    Die hier aufgeführten Symptome treten nicht sofort auf, wenn Sie mal einen Burger gegessen haben oder Sie sehr gestresst waren. Das Leaky-Gut ist eher eine Folge eines jahrelangen - fast unbemerkten - schlechten Zustands. Man geht sogar davon aus, dass 70% der Menschen an Leaky Gut leiden, die meisten ohne es zu wissen.

      Menschen leiden unter einem Leaky Gut


      Leaky Gut - Diagnose und Therapie

      Die Diagnose des Leaky-Gut Syndroms erfolgt durch eine ausführliche Anamnese, körperliche Untersuchung, Analyse der Ernährung und Stuhl- oder Bluttests, wie z.B. der Zonulin Test.

      Zonulin

      Ergibt ein Stuhl- oder ein Bluttest eine erhöhte Zonulin-Konzentration, kann dieser Labormarker ein Indikator für die Darmdurchlässigkeit und damit auch für diverse chronische Erkrankungen sein.

      Je nachdem wie hoch oder niedrig der Zonulin Wert ist und welche Werte noch gemessen werden, beeinflusst dies die Behandlung und die Dauer der Therapie. 

      Die Dauer der Therapie ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und kann mehrere Monate bis Jahre dauern.

      Zonulin Test Leaky Gut

      Medikamente

      Chemisch hergestellte Medikamente sind entzündungsfördernd und daher ungeeignet, das Leaky Gut zu heilen. Heilpraktiker der alternativen und integrativen Medizin beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit der Darmheilung durch richtige Ernährung und natürliche Heilmittel.

      Probiotika

      Probiotika können bei einem löchrigen Darm helfen, indem sie die normale Funktion der Darmschleimhaut (Auskleidung der Darmwand) aufrechterhalten und diese vor schädlichen Faktoren wie Toxinen, Infektionen und Allergenen schützen.

      Medikamente Leaky Gut

      L-Glutamin

      Es empfiehlt sich die Einnahme von natürlichem L-Glutamin, z.B. aus Knochenbrühe oder Kollagenpulver aus Weidehaltung. L-Glutamin ist eine bedingt essentielle Aminosäure, die der Körper unter gegebenen Umständen nicht ausreichend selbst herstellen kann. Sie hilft, die Darmschleimhaut zu regenerieren und damit die Löcher und Risse im Darm zu schließen.

      Ernährungstipps bei einem Leaky Gut

      Die richtige Ernährung ist der Schlüssel, um das Leaky Gut Syndrom zu heilen. 

      Wichtig ist, dass Sie entzündungsfördernde Lebensmittel meiden und Lebensmittel essen, die gut für Sie und für Ihren Darm sind. 

      • Knochenbrühe
        Die kollagenreiche Brühe (Bsp.: Rinderknochenbrühe von JARMINO) kann sich positiv auf den Darm und die Darmschleimhaut auswirken, da Kollagen und die in der Brühe enthaltenen Aminosäuren zum Aufbau eines gesunden Darms beitragen können. 
      • Kokosprodukte
        Kokos hilft, das Wachstum von Bakterien, Hefe und Pilzen im Darm zu bekämpfen.
        • Kokosöl
        • Kokosfett (Alternative zur Butter beim Braten)
      • Fermentierte Lebensmittel und Probiotika
        Sie liefern gute Bakterien-(stämme) für eine ausgeglichene Darmflora.
        • Kefir
        • Sauerkraut
        • Kimchi
      • Kräutertee
        Beruhigt den Darm.
        • Süßholzwurzel-Tee
      • Niedrig glykämische Früchte:
        Sind zuckerarm und fördern damit gute Darmbakterien.
        • Avocado
        • Äpfel
        • Grapefruit
        • Heidelbeeren
        • Himbeeren
        • Rhabarber
      • Gemüse (bis auf Tomaten):
        Enthalten Ballaststoffe (Präbiotika) und sind Nahrung für gute Darmbakterien
        • Wenn möglich “gedämpftes” Gemüse
      • Oliven und Olivenöl:
        Wirken antientzündlich und können dafür sorgen, dass sich der Zustand nicht verschlimmert.
      Geeignete Lebensmittel bei einem diagnostizierten Leaky Gut

      Lebensmitteln, die das Leaky Gut verschlimmern können:

      • Alkohol
      • Koffein
      • Milch und Molkereiprodukte
      • raffinierter Zucker
      • Kohlenhydratreiche Lebensmittel
        (z.B. Getreide, Samen, Körner, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Pasta, Pizza)
      • Eier
      • Pilze
      • Nüsse
      • stark verarbeitete Lebensmittel
      • Omega-6-reiche Samenöle
      • Tomaten

      Erfahrung mit dem Leaky Gut Syndrom

      “Mein Arzt hatte bei mir mit Hilfe eines Zonulin Tests Leaky Gut vor circa 6 Monaten diagnostiziert. Ich wusste gar nicht was das ist, er hat mich dann aber sehr gut aufgeklärt und natürlich habe ich mich im Internet schlau gemacht. Wir sind die Therapie dann mit einer Ernährungsumstellung angegangen, falsche Ernährung ist nämlich die Hauptursache für Leaky Gut. Bei mir waren es zu viele Kohlenhydrate (und damit Zucker) und zu wenige Ballaststoffe (d.h. Gemüse). Zudem hat mein Arzt mir empfohlen tägliche eine kleine Tasse Knochenbrühe zu trinken, da das in der Brühe enthaltene Kollagen die Darmwand und so vor einer weitere Verschlechterung des Leaky Gut schützt. Nach fünf Monaten haben wir dann erneut den Zonulin Test gemacht und meine Werte haben sich tatsächlich verbessert, auch haben die guten Darmbakterien in meinem Darm zugenommen. Irgendwie merke ich das auch, ich fühle mich mit der neuen Ernährung (die geringe Umstellung fällt mir auch gar nicht schwer) fitter und energiegeladener und meine Darmprobleme sind euch deutlich besser.” - Andrea, München

      Leaky Gut Erfahrung

      “Ich hatte immer mit Verdauungsproblemen zu tun, meist musste ich mehrmals am Tag auf die Toilette und konnte meinen Stuhlgang oft schlecht kontrollieren, d.h. es kam ganz abrupt. Das war mir insgesamt natürlich unangenehm, aber ich wollte auch was dagegen tun, da es meine Lebensqualität beeinflusst hat. Ich habe mich dann einer Heilpraktikerin anvertraut, die mit Darmproblemen arbeitet. Nachdem wir meinen Stuhl und ein paar andere Werte analysiert hatten, war klar, dass ich an Leaky Gut leide, vermutlich wegen zu viel Stress und falscher Ernährung. Wir haben dann einige Lebensmittel mehr und mehr aus meiner Ernährung gestrichen (künstliche, stark verarbeitete Lebensmittel; raffinierten Zucker; Pilze), andere reduziert (Getreideprodukte, Milchprodukte) und wiederum andere gefördert (Gemüse, fermentiertes Gemüse, gesunde Fette und Knochenbrühe). Die ersten Wochen war das eine ganz schöne Umstellung für mich, aber ich habe auch schnell gemerkt, dass es mir besser geht und die Probleme mit meinem Darm nach und nach abnehmen. Heute geht es mir sehr gut und erneute Tests haben ergeben, dass mein Darm nicht mehr so durchlässig ist.” - Petra, Hamburg

       Leaky gut arzt
      “Ich empfehle meinen Patienten, die unter Leaky Gut leiden, Knochenbrühe.” - Dr. med. Birgit Gergelify (Ärztin für Innere Medizin, Gastroenterologie, Rheumatologie, Ernährungsmedizin)

       

      Quellen:

      • https://www.functionalmedicineuniversity.com/public/829.cfm

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